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Modul · Forge

Die Werkstatt für eure Arbeitsweise.

In Forge beschreibt ein Team einmal sauber, wie eine wiederkehrende Aufgabe richtig erledigt wird — und macht daraus etwas, das ein KI-Agent tatsächlich ausführen kann. Ohne Programmieren, aber innerhalb der Grenzen, die die IT gesetzt hat.

Welche Probleme Forge löst

Die meisten Unternehmen scheitern nicht am Modell. Sie scheitern an vier sehr konkreten Stellen.

Die Arbeitsteilung, die Forge möglich macht

Der Sandkasten wird von der IT gebaut. Was darin entsteht, entscheidet das Fachteam.

IT & Plattformteam legt fest

  • Welche Systeme angebunden sind
  • Welche Capabilities es überhaupt gibt
  • Welche Datenklassen wie behandelt werden
  • Wo Zugangsdaten liegen
  • Welche Aktionen nie erlaubt sind

Fach- & Prozessteam baut

  • Welche Aufgabe gelöst wird
  • Welche Quellen verbindlich sind
  • Wie der Agent vorgehen soll
  • Welche Rolle was darf
  • Wie ein gutes Ergebnis aussieht

Sieben Dinge, die ihr in Forge definiert

Forge stellt euch Fragen. Ihr beantwortet sie in normaler Sprache. Daraus entsteht ein Skill, den ein Agent ausführen kann.

  1. Die Aufgabe

    Zuerst wird benannt, worum es überhaupt geht — und ebenso wichtig: wann der Skill nicht verwendet werden soll. Das verhindert, dass ein Agent eine Aufgabe übernimmt, für die er nie gedacht war.

    • Was soll erreicht werden?
    • Für wen ist der Skill gedacht?
    • Wann soll er vorgeschlagen werden?
    • Wann darf er nicht verwendet werden?
  2. Der strukturierte Kontext

    Hier entsteht das Context Recipe: die Liste der Informationen, die zu dieser Aufgabe gehören. Der wichtigste Teil ist die Unterscheidung zwischen „verbindlich“ und „nur informativ“ — genau daran scheitern KI-Ergebnisse sonst.

    • Welche Quellen sind verpflichtend?
    • Welche sind optional?
    • Welche Datenfelder werden gebraucht?
    • Wie aktuell müssen sie sein?
    • Welche Quelle gilt als autoritativ?
  3. Skills und Instruktionen

    Das Vorgehen selbst. Wichtig: Teilaufgaben werden bewusst klein geschnitten, damit sie in anderen Playbooks wiederverwendet werden können — „Zielgruppe strukturieren“ braucht nicht jedes Team neu.

    • Wie soll der Agent vorgehen?
    • Welche Teilaufgaben sind wiederverwendbar?
    • Welche Beispiele zeigen das gewünschte Verhalten?
  4. Die Capabilities

    Was der Agent tun darf. Texenda trennt konsequent zwischen Lesen, Entwerfen und Ausführen — und markiert, welche Aktionen eine ausdrückliche Bestätigung brauchen.

    • Welche Informationen darf er lesen?
    • Welche Entwürfe darf er erstellen?
    • Welche Aktionen darf er ausführen?
    • Was braucht eine Bestätigung?
  5. Die Rollen

    Derselbe Skill verhält sich für unterschiedliche Menschen unterschiedlich. Ihr definiert die Rollenmatrix einmal — Texenda setzt sie zur Laufzeit durch, in jedem Client.

    • Was darf ein Werkstudent?
    • Was darf ein Marketing Manager?
    • Was darf Marketing Operations?
    • Was muss Legal freigeben?
  6. Der Output

    Ein Output-Vertrag statt „irgendein Text“. Pflichtfelder, Quellenangaben und Qualitätskriterien machen Ergebnisse vergleichbar und prüfbar.

    • Welches Dokument oder Objekt entsteht?
    • Welche Pflichtfelder gelten?
    • Welche Quellen müssen angegeben werden?
    • Welche Qualitätskriterien gelten?
  7. Die Tests

    Bevor etwas veröffentlicht wird, simuliert Forge den Skill aus der Perspektive jeder Rolle. Ihr seht schwarz auf weiß, welcher Kontext geladen und welche Aktion ausgeblendet wird.

    • Wird der richtige Kontext geladen?
    • Sind unerlaubte Aktionen ausgeblendet?
    • Funktioniert der Skill für jede Rolle?
    • Fehlen wichtige Quellen?
Teach while Working

Ihr müsst nichts modellieren, bevor ihr anfangt.

Der häufigste Grund, warum Prozessprojekte scheitern: Man soll etwas abstrakt beschreiben, das man sonst einfach tut. Texenda dreht das um — man arbeitet ganz normal mit Agentenunterstützung, und die Struktur entsteht nebenbei.

So wird individuelles Erfahrungswissen schrittweise zu gemeinsamem Prozesswissen — ohne Workshop-Marathon.

„Und was mache ich damit konkret?“

Typische Situationen aus dem Alltag und der Weg in Forge.